
Schiefer ist heute mehr denn je das beste Material für Dachdeckungen – dank seines vollkommen natürlichen Ursprungs und damit seiner absoluten Umweltverträglichkeit. Zu den vielen Vorzügen von Schieferdächern zählt in ästhetischer Hinsicht vor allem ihre unbestrittene Eleganz. Hinzu kommen die besonderen chemisch-physikalischen Eigenschaften von Schieferdächern, die Folgendes gewährleisten: – vollkommene Wasserundurchlässigkeit – sehr geringe Wärmeleitfähigkeit – Frostbeständigkeit. Schiefer bietet eine beeindruckende Beständigkeit gegenüber der Zeit, der er scheinbar trotzt, ohne je nachzugeben...
Katalog auf Seite 2 öffnen03 DACH NACH GENUESER ART 5 04 DACH NACH PIEMONTESER ART 6 05 DACH NACH FRANZÖSISCHER ART 7 08 SCHUPPENDECKUNG AUF EBENEN FLÄCHEN 10
Katalog auf Seite 3 öffnenDie in Genua weit verbreitete ligurische Dreifachdeckung prägt das Stadtbild maßgeblich und ist die typische Dachdeckung der prestigeträchtigsten Gebäude in den Städten der Riviera. Ihr Erscheinungsbild unterscheidet sich deutlich von den rustikalen „Ciappe“, die für die Dörfer der Riviera di Levante typisch sind, und die Verlegung erfordert ein sorgfältiges Vorgehen. Verlegetechnik Die Dreifachdeckung mit Haken wird nach dem Anbringen der Dachlatten verlegt, deren Abstand mit einer speziellen Lehre (der „Scarsetta“) festgelegt wird. Beginnend – wie bei den anderen Dacharten – mit der untersten...
Katalog auf Seite 4 öffnenDie ligurische Doppeldeckung wird auch Deckung mit doppelter Überlappung genannt, da die Platten so verlegt werden, dass jede die Platte der darunterliegenden Reihe zur Hälfte überdeckt. So entsteht eine Dachdeckung, bei der sich die Schieferplatten doppelt überlappen. Auch hier ist der geformte Haken von der Platte der nächsten Reihe verdeckt.
Katalog auf Seite 5 öffnenDas Dach nach Genueser Art wird auch „dreifache Schieferdeckung nach Genueser Art“ genannt. Diese Deckung wird in Kalk-Zement-Mörtel verlegt, der auch zwischen die Platten eingebracht wird – unabhängig davon, ob sie auf einer Holzschalung oder auf einer bewehrten Hohlziegeldecke aufliegen. Beginnend mit der „Traufe“, deren Platten andere Abmessungen haben als die übrigen, werden die Schieferplatten so verlegt, dass jede die Platte der darunterliegenden Reihe zu zwei Dritteln überdeckt. So entsteht eine Dachdeckung, bei der sich die Schieferplatten dreifach überlappen. Beim Dach nach Genueser...
Katalog auf Seite 6 öffnenDas Dach nach Piemonteser Art wird auch Deckung vom Typ Piemonte genannt. Die Platte vom Typ „Piemonte“, wegen ihres ansprechenden Musters sehr geschätzt und immer stärker nachgefragt, unterscheidet sich von Platten klassischer Form durch zwei abgeschrägte Ecken. Diese Doppeldeckung mit Haken wird nach dem Anbringen der Dachlatten verlegt, deren Abstand mit einer speziellen Lehre (der „Scarsetta“) festgelegt wird. Beginnend – wie bei den anderen Dacharten – mit der untersten Reihe, der „Traufe“, deren Platten andere Abmessungen haben, werden die Platten so verlegt, dass jede die Platte der darunterliegenden...
Katalog auf Seite 7 öffnenDas Dach nach französischer Art unterscheidet sich von den anderen durch die Form seiner Platten, die „rautenförmig“ verlegt werden. Mitunter wird die Platte sechseckig zugeschnitten, ohne dass sich das Gesamtbild der Deckung ändert. Die Verlegung des Dachs nach französischer Art, einer Doppeldeckung, kann mit verzinkten Nägeln erfolgen. Beginnend – wie bei den anderen Dacharten – mit der untersten Reihe, der „Traufe“, deren Platten andere Abmessungen haben, werden die Platten so verlegt, dass jede die Platte der darunterliegenden Reihe zur Hälfte überdeckt. So entsteht eine Dachdeckung, bei...
Katalog auf Seite 8 öffnenrustikale Bergdeckung Rustikale Bergdeckung Das Rohkantdach, auch rustikale Bergdeckung genannt, weist sichtbare Kanten mit unregelmäßigem Verlauf auf. Die Bergdeckung kann als Doppel- oder Dreifachdeckung ausgeführt werden. Letztere gewährleistet eine längere Lebensdauer des Dachs, kann jedoch aufgrund der deutlich größeren Plattenstärke nur dort eingesetzt werden, wo die tragende Konstruktion ausreichend stabil ist. Die Verlegung kann mit verzinkten Nägeln und gegebenenfalls auch mit Mörtel erfolgen.
Katalog auf Seite 9 öffnenGewölbtes Dach Schuppendeckung Die Schuppendeckung wird vor allem für gewölbte Flächen wie Kirchenkuppeln oder Glockentürme verwendet. In diesen Fällen erfolgt die Verlegung zwangsläufig mit Nägeln und/oder im Kalkbett. Kuppeln werden von unten nach oben eingedeckt, mit Schieferreihen, deren Platten nach oben hin – mit abnehmendem Kuppeldurchmesser – immer kleiner werden. Für jede Reihe müssen die einzelnen Platten zudem nach oben verjüngt werden, damit sie nebeneinander passen. Die Eindeckung einer Kuppel ist daher eine äußerst anspruchsvolle Arbeit, die außergewöhnlich geschickte Handwerker...
Katalog auf Seite 10 öffnenSchuppendeckung auf ebenen Flächen Ursprünglich für gewölbte Flächen verwendet, wird die Schuppendeckung in jüngerer Zeit auch auf Dächern mit ebener Fläche eingesetzt. In diesen Fällen kann die Verlegung auch mit Haken erfolgen. Die Schiefer-Schuppendeckung eignet sich hervorragend, um die Proportionen der Dächer großer Villen oder Wohnhäuser mit rustikaler, charaktervoller Architektur zur Geltung zu bringen. Schuppenförmige Platten erfordern ein recht aufwendiges Bearbeitungsverfahren, da jede einzelne am unteren Rand halbrund geformt werden muss.
Katalog auf Seite 11 öffnenJede Dachart wird selbstverständlich durch einige charakteristische Elemente ergänzt, die zu einem festen Bestandteil des Dachs werden. Das auffälligste Element ist der Kamin, also der äußere Teil des Rauchabzugs, der heute eine rationalisierte Form des historischen Bauwerks darstellt. Der Kamin ist wie folgt aufgebaut: Auf zwei U-förmigen Schieferkonsolen, die im darunterliegenden Mauerwerk verankert sind, ruhen vier senkrechte Platten, die mit Nägeln oder Metallverbindern miteinander verbunden sind. Im Inneren dieses Kastens, in dem das Mauerwerk bis etwa zur halben Höhe reicht, wird eine fünfte,...
Katalog auf Seite 12 öffnen12 Seiten
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