1. Kataloge
  2. HAKA GERODUR
  3. Regenerative Energienutzung

Regenerative Energienutzung

Regenerative Energienutzung

Zusammenfassung des Produktkatalogs
Einleitung
Der Artikel und der Bericht befassen sich mit der Nutzung von Erdwärme auf einer U-Bahn-Baustelle in Wien, insbesondere bei der Verlängerung der U-Bahn-Linie U2. Bauwerke wie Pfähle und Schlitzwände werden als Wärmetauscher genutzt, um die im Boden gespeicherte Wärmeenergie zu nutzen. Die Wiener Linien haben die Planung und Ausschreibung gründlich durchgeführt, um die innovative Technologie der Erdwärmenutzung zu fördern.
Technische Spezifikationen
Die Erdwärmeanlagen verwenden PVC-Rohre, die in die erdberührten Bauteile eingebaut werden. Diese Energierohre sind an den Bewehrungskörben der Pfähle oder Schlitzwände befestigt. Der Wärmeträger, meist Wasser, zirkuliert in den Leitungen und überträgt Wärmeenergie. Die Erdwärmeanlage U 2/1 weist unterschiedliche Leistungsparameter auf, je nach Bauteil. Für Bauteil „A“ beträgt die maximale Heizleistung 19,1 kW und die maximale Kühlleistung 8,0 kW. Für Bauteil „T“ sind es 65,9 kW Heizleistung und 14,4 kW Kühlleistung.
Verfahren und Ausführung
Bei der Verlängerung der U-Bahn-Linie U2 werden Verbauwände aus Bohrpfahlwänden und Bodenplatten als Wärmetauscher ausgebildet. Die Energiepfähle werden im Greiferbohrverfahren hergestellt und mit Energierohren ausgestattet. Die Rohre werden als Schlaufen verlegt und an den Bewehrungskörben befestigt. Die Energierohre werden von den Anschlusskästen bis zu den Durchdringungspunkten der Bodenplatte geführt. Oberhalb dieser Punkte werden Sammler und Verteiler angeordnet.
Normen und Empfehlungen
Es ist wichtig, die Energierohre vor mechanischen und thermischen Beschädigungen zu schützen. Die Bewehrungskörbe müssen korrekt eingebaut werden, um eine optimale Funktion der Erdwärmeanlage zu gewährleisten.
Relevante Daten und Messungen
Drei der 14 Energiepfähle sind mit Temperaturfühlern ausgestattet, um die Temperaturverteilung im Boden zu erfassen. Diese Daten helfen, die Erdwärmeanlage optimal zu steuern.
Prüfung und Befüllung
Nach der Fertigstellung des Absorbersystems erfolgt eine Dichtheitsprüfung aller Energiekreise mittels Druckluft. Anschließend wird das System mit einem Wasser-Frostschutz-Gemisch befüllt, um ein Einfrieren zu verhindern.
Schlussfolgerungen
Die Nutzung von Erdwärme in Ingenieurbauwerken ist eine vielversprechende Methode zur Reduzierung von Betriebskosten und zur Einsparung von Primärenergie. Sie trägt zur Verringerung des Treibhausgasausstoßes bei und unterstützt die Klimaschutzziele der Stadt Wien und der Republik Österreich. Der Bericht hebt die Bedeutung eines nachhaltigen Umgangs mit Energieressourcen hervor und dankt den Wiener Linien für die gründliche Planung.
Literatur
Der Bericht enthält eine umfangreiche Literaturliste, die sich mit verschiedenen Aspekten der Geothermie und der Nutzung von Energiepfählen befasst.
Mehr anzeigen

Katalogauszüge

Regenerative Energienutzung-1

Technik Geothermie Regenerative Energienutzung Erdwärmenutzung und Ausführung auf einer U-Bahn-Baustelle in Wien Energiepfähle Die regenerative Energienutzung rückt bei Neubauten zunehmend in den Vordergrund. Die Nutzung der oberflächennahen Erdwärme als Teil der Geothermie ist eine Möglichkeit, bei der die Betonbauteile der Gründung zusätzlich als Wärmetauscher dienen. In diesem Zusammenhang fällt häufig das Schlagwort Energiepfähle. Bei der Verlängerung der U-Bahnlinie U 2 in Wien werden derzeit Verbauwände aus Bohrpfahlwänden und Bodenplatten als Wärmetauscher ausgebildet. rundsätzlich können Pfähle für die Gründung von Bauwerken und auch Verbauwandpfähle bei aufgelösten oder überschnittenen Bohrpfahlwänden als Energiepfähle ausgebildet werden. Entsprechend ist es auch möglich, zusätzlich zur statischen Funktion Schlitzwände als Wärmetauscher heranzuziehen. Erdwärmeanlagen dienen der Nutzung der im Boden gespeicherten Wärmeenergie. Zur Gewinnung werden Rohrleitungen aus PVC in die erdberührten Bauteile des Bauwerkes eingebaut. Diese so genannten „Energierohre“ werden an den Bewehrungskörben der Pfähle oder Schlitzwände fixiert und unterhalb der Bodenplatten auf Montagebehelfen verlegt. Die Leitungen führen abschnittsweise zu Verteilern. Je nach hydrogeologischen Verhältnissen wird der Bodenkörper unter und um das Bauwerk entweder als Wärme- und Kältespeicher (saisonaler Erdwärmespeicher) oder als konstante Temperaturquelle genutzt, abhängig von den Strömungsverhältnissen des Grundwassers als Transportmedium für Wärme. In den Leitungen zirkuliert ein Wärmeträ- ger – meist Wasser – welcher dem Boden Wärmeenergie zuführt oder entzieht. Diese Energie wird mittels Wärmepumpe oder Kältemaschine für Stations-Klimatisationszwecke genutzt. So kann den saisonal unterschiedlichen Anforderungen (Heizen/Kühlen) über eine im Untergrund ausgeglichene Energiebilanz Rechnung getragen werden. Bei der Verlängerung der U-Bahn- linie U 2 in Wien werden derzeit Verbauwände aus Bohrpfahlwänden und Bodenplatten als Wärmetauscher ausgebildet. Die Nutzung der Erdwärme in Ingenieurbauwerken ist bislang wenig verbreitet. Im nachfolgenden Beitrag werden das Konzept und konstruktive Details der Ausführung im Spezialtiefbau an dem Beispiel des U-Bahnbaus erläutert. Abb. 1 Luftaufnahme der Baustelle U 2/1 „Schottenring“ mit der Kaiserbadschleuse.

 Katalog auf Seite 1 öffnen
Regenerative Energienutzung-2

Technik Geothermie Das Konzept der Erdwärmenutzung der U 2 in Wien Bei der Planung der Verlängerung der U-Bahn Linie 2 in Wien hat der Bauherr Wiener Linien GmbH das Konzept der Erdwärmenutzung vorgesehen und entsprechend in die Ausschreibung aufgenommen: Die Betriebsräume einer UBahn-Station, wie etwa Stationsüberwachung, Trafo- und Schalträume, Lagerräume, Geschäftsflächen etc. sind aktiv zu klimatisieren, da eine natürliche Belüftung technisch kaum möglich ist. Bei den bisherigen Stationen der Wiener U-Bahn wird der Heizbedarf üblicherweise durch einen Fernwärmeanschluss oder durch elektrische...

 Katalog auf Seite 2 öffnen
Regenerative Energienutzung-3

Technik Geothermie Tabelle 1 Absorberbelegte Flächen U 2/1 „Schottenring“. Bauteil aus die zwei Streckenröhrenvortriebe Richtung Maria-Theresien-Straße und die zwei Vereisungsstrecken der beiden Stationsröhren unter dem Donaukanal, insgesamt also vier Vortriebe, sowie die Innenschalenherstellung erfolgen muss (Tabelle 1). Herstellung der Energiepfähle (Bauteil T) Die 89 Pfähle 1200 wurden voll verrohrt im Greiferbohrverfahren hergestellt. Dies gilt auch für die 14 Energiepfähle. Die Pfahllänge betrug 32,25 m, der Pfahlabstand 30 cm. Alle Pfähle sind bewehrt. Die Energierohre in den Pfählen wurden...

 Katalog auf Seite 3 öffnen
Regenerative Energienutzung-4

Technik Geothermie Abb. 3 Blick in einen Bewehrungskorb für einen Energiepfahl 1200. Beim Einbau der mit Energierohren belegten Bewehrungskörbe ist Folgendes unbedingt zu beachten: • Schutz vor mechanischer Beschädigung, insbesondere bei maschinell abgelängten und unabgegrateten Bewehrungsstäben • Schutz vor thermischer Beschädigung (Bewehrungsschweißen) • Lagerichtiges Einbauen der Bewehrungskörbe (Orientierung des Anschlusskastens) • Vorsichtiges Aus- und Einbauen der Betonierrohre • Schutz vor Verdrehung und Hebung des Korbes beim Betonieren und Rohrziehen • Ausreichender Abstand der Absorberleitungen...

 Katalog auf Seite 4 öffnen
Regenerative Energienutzung-5

Technik Geothermie PE Rohrleitungen DN 25 ҂ 2,3 mm verwendet. Jeder Abschnitt und Kreislauf wird einzeln druckgeprüft. Eine dauerhafte Kennzeichnung aller Leitungen ist unbedingt erforderlich. Ähnlich den Temperatursensoren in den Pfählen werden auch im Bereich der Bodenplatte Temperatursensoren eingebaut. Diese werden als Messlot in einem 5 m langen Rammdorn in den Boden eingeZum heutigen Zeitpunkt sind alle Pfäh- baut, wobei sich an der untersten Stelle le des Stationsschachtes T hergestellt. sowie am Kopf des Rammdornes jeNach Erreichen der Endtiefe des weils ein Temperaturfühler PT 100 beSchachtes...

 Katalog auf Seite 5 öffnen
Regenerative Energienutzung-6

Technik Geothermie pressmöglichkeit geschaffen wurde. Die Durchführungskästen sind aufgeständerte Lochblechplatten mit so genannten Injektionsmatten. Über diese Injektionsmatten wird nach dem Betonieren der Bodenplatte ein quellfähiges und nachverpressbares Injektionsgut aus zwei Komponenten über die gesamte Fläche des Durchführungskastens injiziert, welches den Ringraum rund um die einzelnen Rohre dauerhaft abdichtet. Die Änderung wurde mit dem Auftraggeber (Wiener Linien) und dem Planer für Erdwärme (IC-Consulenten) diskutiert und in die Ausführungsplanung übernommen. nen sich die Bauherrschaft...

 Katalog auf Seite 6 öffnen

Archivierte Kataloge

  1. Gerotherm kit

    4  Seiten

* Die Preise verstehen sich ohne MwSt., Versandkosten und Zollgebühren. Eventuelle Zusatzkosten für Installation oder Inbetriebnahme sind nicht enthalten. Es handelt sich um unverbindliche Preisangaben, die je nach Land, Kurs der Rohstoffe und Wechselkurs schwanken können.