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BAW-Studie Witzenhausen-Institut

BAW-Studie Witzenhausen-Institut

Zusammenfassung des Produktkatalogs
Einleitung
Das Dokument analysiert die Kompostierung von Bioabfällen in Deutschland, mit Fokus auf biologisch abbaubare Werkstoffe (BAW) und deren Handhabung in Kompostierungsanlagen. Es werden technische und betriebliche Voraussetzungen sowie die Prozessgängigkeit der BAW untersucht.

1. Spezifikationen und Verfahren
Die Bioabfallkompostierung umfasst verschiedene Verfahren wie offene Mietenkompostierung, Boxen-/Containerverfahren und gekapselte Verfahren (Tafelmieten, Zeilen-/Tunnelverfahren). Die Behandlungsdauer variiert je nach Verfahren und Produkt, wobei Frischkompost kürzere Rottezeiten als Fertigkompost aufweist. Die mittlere Prozess- und Rottedauer in Deutschland wird auf etwa sechs Wochen geschätzt.

2. Ausschleusung von Störstoffen
In etwa 19% der Anlagen erfolgt eine Vorabsiebung von Störstoffen, was 31% der Verarbeitungsmengen entspricht. Größere technische Anlagen sind häufiger mit Siebung ausgestattet, um Störstoffe vor der biologischen Behandlung zu entfernen.

3. Normen und gesetzliche Vorgaben
Das Kreislaufwirtschaftsgesetz fordert die getrennte Sammlung von Bioabfällen ab dem 01.01.2015. Unklarheiten bestehen hinsichtlich der Definition und Anforderungen an die getrennte Sammlung und Behandlung von Bioabfällen.

4. Wirtschaftliche und logistische Aspekte
Die wirtschaftliche Verwertung der abgesiebten Störstoffe hängt von lokalen Gegebenheiten ab, wobei eine energetische Verwertung bevorzugt wird. Bei fehlender Verwertungsmöglichkeit werden die Stoffströme weiter biologisch behandelt.

5. Statistische Daten und Marktanalyse
Es gibt keine statistisch abgesicherten Daten zur durchschnittlichen Rottedauer der Anlagen. Die Bioabfälle stellen mit ca. 9 Mio. Tonnen die größte Wertstofffraktion dar, wobei regionale Unterschiede bestehen.

Fazit
Die Wahl des Kompostierungsverfahrens beeinflusst die Effizienz der BAW-Verarbeitung. Dynamische Verfahren bieten Vorteile bei der Abbaubarkeit, während statische Verfahren eine längere Nachrotte erfordern, um ähnliche Ergebnisse zu erzielen.
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Katalogauszüge

BAW-Studie Witzenhausen-Institut-1

Handhabung von biologisch abbaubaren Werkstoffen (BAW) in Bioabfallkompostierungsanlagen

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BAW-Studie Witzenhausen-Institut-2

Handhabung von biologisch abbaubaren Werkstoffen (BAW) in Bioabfallkompostierungsanlagen Auftraggeber: BASF SE KS/KE – E 100 67056 Ludwigshafen Auftragnehmer: Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH Dr.-Ing. Michael Kern Werner-Eisenberg-Weg1 37213 Witzenhausen Tel.: 05542 / 9380-0 Fax: 05542 / 9380-77 E-Mail: [email protected] Domain: www.witzenhausen-institut.de

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BAW-Studie Witzenhausen-Institut-5

Die BASF SE produziert und vertreibt biologisch abbaubare Kunststoffe z.B. unter den Markennamen Ecoflex® und Ecovio®. Ecovio® ist ein auf dem Werkstoff Ecoflex® basierendes Produkt, welches mit dem sog. Keimling zertifiziert ist, wodurch bestätigt wird, dass dieser die europäische Norm für kompostierbare Kunststoffe erfüllt. Diese finden u.a. Verwendung als Tragetaschen im Einzelhandel, die weiterhin zur separaten Bioabfallsammlung in Haushalten eingesetzt werden. Damit gelangen sie in den separat erfassten Bioabfallstrom und in die Bioabfallkompostierungsanlagen. Dort können sie entsprechend...

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BAW-Studie Witzenhausen-Institut-6

2 Sammlung und Aufkommen von Bioabfällen in Deutschland 2.1 Die getrennte Sammlung von Bioabfällen erfolgt in Deutschland i.d.R. über die Biotonne. Alternative Systeme wie die zentrale Sammlung in Containern oder Sacksysteme sind die Ausnahme. Zur Sammlung von Grünabfällen aus privaten Gärten betreiben Kommunen sowohl Holsystem (Abholung direkt bei den Haushalten) als auch Bringsysteme (Erfassung an (de-)zentralen Sammelstellen. Um den Stand der Bioabfallerfassung und in der Folge daraus dann das tatsächliche Bioabfallaufkommen in Deutschland ermitteln zu können, ist eine Differenzierung der...

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BAW-Studie Witzenhausen-Institut-7

Bezogen auf die Einwohnerzahl leben ca. 80% der Bürger in Deutschland in Städten und Kreisen, die prinzipiell eine Biotonnen anbieten (teilweise nur in Teilgebieten). Allerdings sind auch in den Kommunen, in denen die Biotonne dem Bürger prinzipiell angeboten wird, nicht alle Einwohner an eine Biotonne angeschlossen. Dies kann viele Ursachen haben. Unter anderem ist immer wieder festzustellen, dass dort, wo ein freiwilliger Anschluss besteht (und kein Anschlussbenutzungszwang) die Anschlussquote deutlich geringer ausfällt, insbesondere dann, wenn die Biotonne zusätzlich mit einer separaten Abfallgebühr...

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BAW-Studie Witzenhausen-Institut-8

Entwicklung Bio-/Grünabfallaufkommen seit 1990 Deutschland Datengrundlage: 1995-2003: bvse; Zahlen-Daten-Fakten 2006 2004 - 2007: Abfallbilanzen der Länder (Auswertung Witzenhausen-Institut GmbH) 2008/09: Stat. Bundesamt Entwicklung der erfassten Bio- und Grünabfallmengen in Deutschland 1990–2009 Es ist dabei wenig verwunderlich, dass i.d.R. die höchsten Mengen in den einwohnerstarken Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen oder Bayern erfasst werden, während das Aufkommen in dünn besiedelten Flächenländern wie Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern eher gering ist (Abb. 4). In Mittel ergibt sich...

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BAW-Studie Witzenhausen-Institut-9

Quelle: Witzenhausen-Institut 2011; eigene Auswertung auf der Grundlage der Abfallbilanzen der Länder Erfasste Bio- und Grünabfallmengen in den Bundesländern 2007 spezifisches Bio-/Grünabfallaufkommen in den Bundesländern 2007 Quelle: Witzenhausen-Institut 2011; eigene Auswertung auf der Grundlage der Abfallbilanzen der Länder Erfasste spezifische Bio- und Grünabfallmengen in den Bundesländern 2007

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BAW-Studie Witzenhausen-Institut-10

Einschätzung der weiteren Entwicklung Die Getrenntsammelsystem von Bioabfällen hat sich in Deutschland als fester Bestandteil einer Stoffstromwirtschaft etabliert. 2007 wurden ca. 4,3 Mio. Mg Bioabfälle sowie 4,5 Mio. Mg Grünabfälle über die getrennte Sammlung einer Verwertung zugeführt. Von einem weiteren, moderaten Ausbau kann ausgegangen werden. Die ist Ziel der Bundesregierung, die in der Novelle zum KrW-/AbfG die Getrennterfassung für Bioabfall in allen Kommunen Deutschlands bis 2015 fordert. Durch Einführung der Biotonne bzw. Maßnahmen zur verstärkten Bewerbung der Biotonne geht das Witzenhausen-Institut...

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BAW-Studie Witzenhausen-Institut-11

3 Verwertung der Bioabfälle durch Kompostierung Die Kompostierung organischer Abfälle zur biologischen Behandlung getrennt gesammelter nativ-organischer Abfälle wird in Deutschland etwa seit Mitte der 80er-Jahre in großtechnischem Maßstab betrieben. Bei der Kompostierung werden organische Abfälle unter aeroben Bedingungen zu wertvollen Humus- und Torfersatzstoffen umgesetzt. Voraussetzung ist dabei eine entsprechende Qualitätssicherung beginnend bei der Erfassung, über die Voraufbereitung, den eigentlichen Rotteprozess sowie die Kompostkonfektionierung. Nach Angaben der Bundesgütegemeinschaft...

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BAW-Studie Witzenhausen-Institut-12

Im Nachrottebereich unterscheiden sich die Verfahren kaum. Bei allen Kompostanlagen findet dieser Rotteabschnitt überwiegend in Tafel- oder Dreiecksmieten statt. Die Verfahrenstechnik und Charakteristika der wichtigsten Anlagentypen werden nachfolgend kurz beschrieben. Abb. 8 beschreibt die durch die Bundesgütegemeinschaft Kompost e.V baumustergeprüften Kompostierungsverfahren. Die Kategorisierung weicht von der voran stehenden Systemübersicht leicht ab und differenziert im Wesentlichen weiter. Die Baumusterprüfung war die Grundlage der Hygieneprüfung der Verfahrenstypen. Baumuster Kategorie...

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BAW-Studie Witzenhausen-Institut-13

Offene bzw. überdachte Mietenkompostierung (Abb. 9) Die ursprüngliche Form der Kompostierung ist die offene Mietenkompostierung als aufgeschüttetes Haufwerk, wobei sich die Größe der Miete nach der Art der Kompostrohstoffe richtet. Bei unbelüfteten Systemen erfolgt der Sauerstoffeintrag durch Diffusion, Thermik oder durch ein manuelles Umsetzen der Mieten. Für den Rotteverlauf ist ein bestimmtes Materialvolumen erforderlich, um die Auskühlung der Mieten bei zu großer Mietenoberfläche in Relation zum Volumen möglichst gering zu halten. Stoffflussdiagramm Kompostierung von Bioabfällen (offene /...

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